Vorbereitungsseminar


Vom 20.07.-26.07.2014 fand mein Vorbereitungsseminar im DRK Bildungszentrum in Teterow statt. Nach einer Fahrt voller Aufregung kam ich dann gegen 16:30 Uhr am Bahnhof in Teterow an. Als ich aus dem Zug ausgestiegen war, stellte sich auch schnell heraus, dass mit mir noch 5 weitere Mädchen auf unseren Teamleiter warteten, um zum Vorbereitungsseminar abgeholt zu werden. Im Seminarhotel angekommen stellten wir dann nur unsere Koffer ins Zimmer und starteten die erste inoffizielle Vorstellungsrunde auf dem Fußboden vor unseren Zimmern. Es war spannend endlich andere Freiwillige kennenzulernen, die mit mir nach Ghana gehen sollten. Insgesamt waren wir 8 Ghanafreiwillige, von denen 5 weitere beim Ghana Red Cross Projekt arbeiten werden, 2 Freiwillige, die nach Vietnam gehen und an einer Schule und einer Universität arbeiten, und 14 Freiwillige, die nach Peru gehen werden. Alles in Allem also eine bunt gemischte Truppe. Das eine große Ziel vor Augen fanden wir auch alle sehr schnell zusammen. Nachdem wir festgestellt hatten, dass wir immer mit unseren Projektpartnern auf einem Zimmer gelandet waren, konnte man sich schon einmal kennenlernen und einige Dinge klären – “Nimmst du dein Handy mit?”; “Welche Malariaprophylaxe nimmst du?”; “Welche Impfungen hast du machen lassen?”.

Über die Woche hatten wir täglich von 8:30 -12:00 Uhr und von 13:00 – ca. 16:30 Uhr Seminar. Hier lernten wir alles Wichtige über interkulturelle Aspekte, Gesundheits- und Stressvorsorge, Sozialkompetenzen und Kommunikation. Abends hatten wir Zeit für uns, die wir aber fast immer alle gemeinsam verbrachten. Bei “Werwolf”, Volleyball, einer Nachtwanderung bei unglaublichem Sternenhimmel und etlichen anderen Spielen kamen wir uns alle näher, und es wurden auch in so kurzer Zeit Freundschaften geschlossen. Ein weiterer Nachmittagsprogrammpunkt nannte sich “Umgang mit den eigenen Grenzen” und wie alle anderen Seminarteilnehmer bestätigen konnten, kam ich im Kletterwald eindeutig an meine Grenzen. Aber in diesen Momenten zeigte sich, dass ich mich auf die anderen Freiwilligen verlassen kann - ein wichtiger Punkt, der für unser gemeinsames Jahr in Ghana von Bedeutung ist. Am letzten Abend verabschiedeten wir uns dann für ein Jahr – oder bis zum Flughafen - bei Barbecue, Wein / Bier, Billard voneinander und wie auch nicht anders zu erwarten: bei Kartenspielen!

Alles in allem war die Woche einfach großartig. Ich habe tolle Menschen kennenlernt und wurde unter anderem durch die Vorträge und tausend beantworteten Fragen der ehemaligen Freiwilligen aus Ghana wirklich gut auf das bevorstehende Jahr vorbereitet.

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Die Vorbereitung

Im Herbst letzten Jahres entschied ich mich meinen Traum zu verwirklichen und mich für ein FSJ in einem afrikanischen Land zu bewerben. Ich fing an mich im Internet und durch Freunde über verschiedene Organisationen zu informieren. Wichtig war dabei, dass das Jahr fürs Studium anerkannt wird und möglichst gefördert ist, sodass nicht zu hohe Kosten entstehen. Durch meine Arbeit bei der DRK Wasserwacht Rostock bewarb ich mich verständlicherweise auch beim DRK als Entsendeorganisation. Die verschiedenen Landesverbände in Deutschland entsenden Freiwillige in unterschiedliche Länder.

Meine Bewerbung beim DRK Soziale Freiwilligendienste MV gGmbH wurde angenommen und ich wurde zu einem Vorstellungsgespräch nach Schwerin eingeladen. Mit 3 weiteren Bewerberinnen wurden uns zunächst allgemeine Informationen über die Dauer und Aufgabenbereiche gegeben und nach einer angespannten Pause ging es in die Einzelgespräche. Nachdem ich viele Fragen über mein Verständnis eines Freiwilligendienstes und das Leben in einem anderen Land beantwortet hatte, war die Aufregung vorbei.

Eine Woche später erhielt ich dann (3 min. vor dem Musikunterricht) die Bestätigungsmail für ein Freiwilliges Soziales Jahr in Ghana, womit der eigentliche Stress begann. Nun mussten Lebensläufe geschrieben, Behördengänge erledigt und etliche Telefonate mit der Versicherung geführt sowie Verträge unterschrieben werden. Doch all dies mit dem Wissen im Hinterkopf, dass ein Traum in Erfüllung geht. Jetzt sind es nur noch wenige Wochen bis zu meinem Abflug am 13.09.2014 und die Aufregung steigt täglich, auch wenn noch lange nicht alles erledigt und eingekauft ist.

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