Mit dem Roten Kreuz in Togo

   Red Cross BusGestern verbrachten wir den Tag mit dem Ghana Red Cross in Togo verbracht. Morgens ging es zunächst zur Grenze an der Südostküste Ghanas gemacht. Um schneller durch die Polizeisperren an der Straße zu kommen, wurde provisorisch eine selbstgenähte Rotkreuzflagge an den Scheibenwischern des Kleinbusses befestigt – natürlich mit Tape, wie es sich für das Rote Kreuz gehört! In Aflao sind wir dann über die Grenze nach Togo und wurden hinter der Grenze von den Kollegen vom Roten Kreuz abgeholt und zum National Headquarters in Lomé gebracht. Red Crois TogoDort angekommen empfingen uns die übrigen lokalen Mitarbeitern. Es wurden Rot Kreuz Lieder ausgetauscht und ein wenig über die Geschichte der Zusammenarbeit beider Rot Kreuz Gemeinschaften gesprochen. Ein wichtiges Thema waren auch die Methoden, mit denen in beiden Ländern versucht wird, die Bevölkerung über Ebola aufzuklären um auf diesem Wege die Verbreitung in Westafrika zu stoppen. Es war sehr interessant zu hören, wie das Rote Kreuz in Togo arbeitet.

TogoIm Anschluss haben wir kurz einen Fair Trade Markt besucht, von dem ein Teil der Einnahmen zur Informationsverbreitung über Ebola gespendet werden und dann ging es noch zum großen Markt in Lomé – der eher ein kleiner „Marktstadtteil“ ist. Nach dem reichlich Geld getauscht und dann ausgegeben wurde, haben wir uns wieder auf den Rückweg nach Ghana gemacht.

Leider gab es dann an der Grenze ein paar Schwierigkeiten, da die Behörden an der Grenze Rike und mich nicht mehr ausreisen lassen wollten. Sie sagten es gäbe keine Beweise dafür, dass wir nicht aus Togo kämen. Nach einigen Diskussionen und dem MitarbeiterVersuch für jeden von uns 1000Ghc (ca. 250€) zu erpressen, wurden wir dann aber doch schließlich über die Grenze gelassen. In Aflao, also direkt hinter der Grenze konnten wir dann den Tag noch mit einem Abendbrot und ein wenig Zeit am Strand ausklingen lassen.

Ein wirklich toller Tag mit dem Roten Kreuz! Und ich kann sagen: „Ich war bereits in 2 westafrikanischen Ländern J

 

Weihnachten in Ghana

Afe NawoMerry Xmas – Frohe Weihnachten! Weihnachten bei 30°C mit traditionell extra angefertigtem Weihnachtskleid war schon etwas Besonderes. Am 24.12. haben wir zunächst bis mittags gearbeitet, da hier in Ghana Weihnachten nur am 25.12. und 26.12. gefeiert werden.

Afrikanischer Weihnachtsbaum
Afrikanischer Weihnachtsbaum

Also zu haben wir beschlossen mit anderen Freiwilligen hier in Ho ein wenig deutschen Heiligabend feiern. Wir haben zusammen gekocht, Pudding gemacht, unsere selbstgemachten Weihnachtsplätzchen gegessen und Weihnachtsmusik rauf und runter gehört! Ein Weihnachtsbaum durfte natürlich auch nicht fehlen. Naja, unser Weihnachtsbaum war eher ein Weihnachtsbusch oder genauer gesagt ein paar Zweige und zwei Palmenblätter, aber das gehört zu Weihnachten in Ghana dazu! Nach dem Essen mit einer riesigen Schale Ananas, Papaya und Melone zum Nachtisch haben wir die folgenden 3 Stunden damit verbracht alle deutschen und englischen Weihnachtslieder zu singen, die uns eingefallen sind. Von „Stille Nacht, Heilige Nacht“, dass man hier auch oft im ghanaischen Radio zu hören bekommt, über „Last Christmas“ bis „12 days of Christmas“ war alles dabei. Dabei haben wir vollkommen die Zeit vergessen. Was natürlich auch nicht fehlen durfte waren die Bescherung und die Weihnachtsgeschichte.

Am 22.12. war bereits „Carolsnight“ für die Kinder in unserer Kirche. Hier wurde gesungen, getanzt und die Kinder haben verschiedene Versionen der Weihnachtsgeschichte aufgeführt. Allerdings war das gesamte (4 Stündige) Programm leider in Ewe und von daher nur sehr schwierig zu verstehen.. Aber es war trotzdem ein sehr schöner Abend.

Am 25.12. sind wir dann früh morgens in die Kirche gegangen, da der 1st Service immer auf Englisch stattfindet. Anschließend haben wir zusammen mit unseren Freunden noch gemütlich einen Weihnachtsfilm gemacht und dann mit unserer Gastfamilie traditionell Fufu gestampft und gegessen. Abends verbrachten wir noch einen schönen Familienabend mit unserem Gastbruder/Gastcousin, bei dem wir ihm das Kartenspiel „Phase 10“ beibrachten. Ein wirklich gelungenes, mal anderes Weihnachtsfest – statt Ente mit Rotkohl und Klößen gab es Fufu mit Light Soup und statt 0°C und Schnee hatten wir 30°C und Trockenzeit.

Ghana Red Cross Aids Walk

Nachdem die letzten Wochenenden eher ruhig zugegangen sind, da ich leider die meiste Zeit mit einer Ohrenentzündung im Bett verbracht habe, waren wir dieses Wochenende endlich mal wieder unterwegs J

Dieses Wochenende waren wir dann aber endlich mal wieder unterwegs. Für uns ging es am Freitag nach Akkra. Da wir aufgrund des „National Farmers Day“ frei hatten, konnten wir früh nach Akkra fahren. Wir haben uns mit den anderen Freiwilligen aus Akkra und Capecoast in einer Mall getroffen und sind sogar endlich ein wenig in Weihnachtsstimmung gekommen. Die Mall war geschmückt mit Weihnachtskugeln und überall wurden Weihnachtslieder gespielt und gesungen. Bei 32°C (Temperaturen steigend) und dem Beginn der Trockenzeit war hat sich Weihnachtsatmosphäre bis jetzt dann doch eher in Grenzen gehalten! Abends fand in der Kirche unseres Mentors eine unglaubliche Weihnachtsfeier statt. Gegen jede Erwartung wurden wir mit viel Musik, einem Gesangswettbewerb verschiedener Gruppen (inklusive Voting per SMS), Hüpfburgen für Kinder und jeder verschiedenen Auftritten von Musikgruppen überrascht. Der Abend hat mehr an einen Jahrmarkt als an eine Weihnachtsfeier der Kirche erinnert, aber sehr viel Spaß gemacht!

Ghana Red Cross Aids Walk (1)Samstag fand dann der alljährliche „AIDS WALK“ vom Ghana Red Cross statt. Morgens versammelten sich ca. 800 Kinder und Erwachsene in einer Schule, unserem Startpunkt. Nach einer kurzen Rede über die Gefahren von AIDS und wie man sich davor schützen kann und einem kleinen Tanzwettbewerb unter den Schülern (bei den Ghanaern wird zu jeder Gelegenheit getanzt und gesungen!), ging es los zum AIDS WALK. Wir sind etwa 2h durch Akkra gelaufen, in Begleitung von Musik und Tanz.

Ghana Red Cross Aids Walk (2)Der Zweck dieser Aktion: Aufmerksamkeit auf die Gefahren von Aids machen. Die Schüler haben hierfür Plakate gebastelt und wurden vorher von Freiwilligen des GRCS ausführlich über Aids aufgeklärt. Eine tolle Aktion, die den Kindern Spaß gemacht hat und hoffentlich viele Menschen aufmerksam gemacht hat.